Poppin’

Poppin’, von englisch to pop für »knallen«, auch nur Popp oder Bass-Poppin’, Spieltechnik bei der elektrischen Bassgitarre; die Spieltechnik, die meist im Zusammenhang mit Poppin ausgeführt wird, erfordert einen mit Bünden versehenen Bass.

Zur Ausführung der Technik greift der Bassist mit dem Zeige- oder auch dem Mittelfinger unter die – bei viersaitigen Bässen – D- oder G-Saite, zieht sie vom Griffbrett weg und lässt sie im rhythmisch korrekten Moment los. Aufgrund des Saitezugs fährt die Saite zurück und schlägt – »knallt« – mehr oder weniger heftig gegen die Bundstäbe. Das Resultat ist ein sehr lauter und obertonreicher Klang, der sich im Klanggefüge einer Rock- oder Jazzformation stets durchsetzt.
Bass-Poppin’ wird selten ausschließlich eingesetzt, sondern meistens im Zusammenhang mit Slap. Dabei wird der Ton des Poppin’ häufig eine Quinte oder eine Oktave über dem des Slap gelegt. Der Slap-Ton wiederum tritt meist auf dem Beat, oft auf den Taktschwerpunkten auf. Beliebt war das Poppin’ – wie auch die Slap-Technik – in den späten 1970er- und den 1980er-Jahren bei Bassisten von Funk-Bands wie Level 42 oder Funkapolitan. Seit den 1990er-Jahren geriet die Technik etwas in den Hintergrund, gehört aber nach wie vor zum Repertoire vieler Bassisten.
Die Poppin’-Technik hat eine gewisse Ähnlichkeit mit der älteren Schlagbasstechnik, die beim Spiel des Kontrabass eingesetzt wird. Die Schlagbasstechnik gehörte zum archaischen Jazz und zum Rockabilly.

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