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	<description>Lexikon zu Rock und Pop</description>
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		<title>Hawaii-Gitarre</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Jul 2010 10:59:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hawaii-Gitarre, englisch: Lap Steel Guitar, Chordophon (Saiteninstrument, Zupfinstrument), eine speziell für das Lap Style Playing gebaute Gitarre, eine Spielhaltung, bei der das Instrument auf dem Schoß des Instrumentalisten liegt. Die Hawaii-Gitarre entstand Ende des 19. Jahrhunderts auf der Grundlage von Gitarre und Ukulele. Wie der Korpus der Gitarre weist auch der aus Holz gefertigte Korpus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hawaii-Gitarre</strong>, englisch: Lap Steel Guitar, Chordophon (Saiteninstrument, Zupfinstrument), eine speziell für das Lap Style Playing gebaute Gitarre, eine Spielhaltung, bei der das Instrument auf dem Schoß des Instrumentalisten liegt.</p>
<p>Die Hawaii-Gitarre entstand Ende des 19. Jahrhunderts auf der Grundlage von Gitarre und Ukulele. Wie der Korpus der Gitarre weist auch der aus Holz gefertigte Korpus der Hawaii-Gitarre eine an eine Acht erinnernde Form auf, ist jedoch etwas kleiner und hat höhere Zargen. Der Korpus geht in einen kräftigen Hals mit flachem Griffbrett über. Die Hawaii-Gitarre hat entweder sechs oder acht Saiten, die meist auf einen A-Dur-Akkord gestimmt sind: E, A, e, a, cis1, e. Der Hals kann mit Bünden versehen sein, doch gibt es auch Instrumente, bei denen die Bünde entweder sehr flach geschliffen wurden oder aber nur aus Markierungen bestehen. Viele Musiker bevorzugen einen etwas höheren Steg, der eine höhere Saitenlage ergibt.<br />
Die Gitarre wird im Sitzen gespielt: Der Musiker legt das Instrument auf die Oberschenkel mit nach links gerichtetem Hals (Rechtshänder). Mit einem in der linken Hand gehaltenen Stahlstab, dem so genannten Bar oder Steel – alternativ kann auch ein Stück Metall- oder Glasrohr, etwa vom Hals einer Flasche genommen werden –, verkürzt der Musiker die Saiten in gleitenden Bewegungen. Dabei werden die Saiten nicht auf das Griffbrett gedrückt. Mit der rechten Hand werden die Saiten in Schwingung gesetzt; dazu kann auch ein Plektrum verwendet werden. Auf diese Weise werden die typischen Glissandi erzeugt, die charakteristisch für die Volksmusik Hawaiis sind.<br />
Da die Hawaii-Gitarre bald in der Unterhaltungsmusik der USA eine Rolle zu spielen begann, kamen in den 1930er-Jahren Instrumente auf, die mit Tonabnehmern versehen waren. Da die Form des Korpus bei elektrischen Instrumenten nur eine untergeordnete Rolle spielt, haben diese Gitarren meist eine mehr oder weniger rechteckige, dreieckige oder trapezförmige Gestalt; der Hals ist dabei nicht vom Korpus abgesetzt, sondern das gesamte Instrument besteht aus einem mehr oder weniger dicken Brett, auf dem ein oder zwei Tonabnehmer und das Griffbrett befestigt sind.<br />
Als Erfinder der Hawaii-Gitarre gilt der Hawaiianer Joseph Kekuku (* 1874, † 1932), der um 1895 die Spielweise entwickelte, in dem er mit dem Rücken eines Messers über die Saiten seiner Gitarre fuhr. Grundsätzlich ist die Spielweise zwar mit jeder Gitarre möglich, doch stellt die Hawaii-Gitarre eine technische Anpassung an die besondere Spielweise dar. Aus der Hawaii-Gitarre, die im Übrigen auch Lap Steel Guitar genannt wird, hat sich die vor allem in der Country Music der USA gebräuchliche Pedal Steel Guitar entwickelt.<br />
Die Hawaii-Gitarre gehört spätestens seit den 1920er-Jahren zum Instrumentarium der amerikanischen Popmusik. Es gibt auch einige Rockmusiker – etwa Ry Cooder und David Lindley -, die das Instrument gelegentlich einsetzten.</p>
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		<title>Pickup</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 14:18:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Pickup, von englisch pickup für »aufnehmen«, wandelt mechanische Schwingungen in elektrische Ströme um; Pickups finden sich einerseits in Plattenspielern (Tonabnehmern), andererseits in Instrumenten wie elektrischen Gitarren, elektrischen Bässen, elektromechanischen Klavieren und Orgeln. Der Begriff Pickup wird allerdings besonders mit elektrischen Gitarren und Bässen verbunden. Pickups sind grundsätzlich Elektromagnete, also aus Kupferdraht um einen Kern aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Pickup</strong>, von englisch pickup für »aufnehmen«, wandelt mechanische Schwingungen in elektrische Ströme um; Pickups finden sich einerseits in Plattenspielern (Tonabnehmern), andererseits in Instrumenten wie elektrischen Gitarren, elektrischen Bässen, elektromechanischen Klavieren und Orgeln.</p>
<p>Der Begriff Pickup wird allerdings besonders mit elektrischen Gitarren und Bässen verbunden. Pickups sind grundsätzlich Elektromagnete, also aus Kupferdraht um einen Kern aus Eisen gewickelte Spulen. Der Pickup wird so auf der Decke des Instrumentes befestigt, dass der Polkern auf die Saite ausgerichtet ist. Die schwingende Saite induziert in der Spule eine der Frequenz der Saitenschwingung entsprechende Spannung. Diese Spannung kann mit Hilfe einer Verstärker-Lautsprecher-Kombination hörbar gemacht werden.<br />
Es gibt zwei grundsätzliche Bauformen elektromagnetischer Pickups: Single-Coil-Pickups mit nur einer Spule und Humbucker-Pickups mit zwei gegensinnig gewickelten Spulen. Single-Coil-Pickups klingen in der Regel heller, neigen aber zum Brummen; Humbucker dagegen klingen subjektiv »wärmer« und brummen erheblich weniger. Der Klang einer Gitarre oder eines Basses hängt fast ausschließlich von seinen Pickups und deren Ausgestaltung ab. Obwohl jede Gitarrenfirma ihre eigenen Pickups herstellt, gibt es Firmen, die sich auf den Bau von Pickups spezialisiert haben, so etwa Seymore Duncan, Di Marzio und EMG.<br />
Von der elektromagnetischen Bauform unterscheiden sich so genannte Piezo-Tonabnehmer grundlegend: In diesen Tonabnehmern, die besonders in akustischen Gitarren Verwendung finden, befinden sich ein oder mehrere Piezo-Elemente, die empfindlich auf Druck reagieren und dann eine geringe Spannung erzeugen. Diese Pickups sind meist in den Steg einer akustischen Gitarre eingebaut, wo der wechselnde Druck der schwingenden Saite direkt auf den Tonabnehmer wirkt. Analog zur Frequenz der Saitenschwingung produziert der Tonabnehmer eine Spannung.</p>
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		<title>Sampler</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 13:08:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sampler, von englisch sample für »Beispiel, Stichprobe«, auch Sound Sampler, Gerät oder Software für die Digitalisierung, Bearbeitung und Speicherung beliebiger niederfrequenter Tonsignale; das digitalisierte Signal kann in ein analoges zurückgeführt werden. Da der Sampler keine eigene Tonerzeugung hat, ist er in engerem Sinne kein Musikinstrument, sondern ein Aufnahme- und Wiedergabegerät; er kann aber wie ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sampler</strong>, von englisch sample für »Beispiel, Stichprobe«, auch Sound Sampler, Gerät oder Software für die Digitalisierung, Bearbeitung und Speicherung beliebiger niederfrequenter Tonsignale; das digitalisierte Signal kann in ein analoges zurückgeführt werden. Da der Sampler keine eigene Tonerzeugung hat, ist er in engerem Sinne kein Musikinstrument, sondern ein Aufnahme- und Wiedergabegerät; er kann aber wie ein Musikinstrument gehandhabt werden. In diesem Sinne ist der Sampler ein Elektrophon.</p>
<p>Ein Sampler besteht im Kern aus drei Einheiten: Einem Analog-Digital-Wandler (A/D-Wandler), einem Digitalspeicher und einem Digital-Analog-Wandler (D/A-Wandler). A/D-Wandler sind in der Lage, eine am Eingang anliegende Spannung – etwa eine Tonfrequenzspannung – in digitale Werte zu wandeln. Dazu wird mittels des Pulscode-Modulation-Verfahrens die Spannung mitsamt ihren Schwankungen »abgetastet«, d. h. ihr werden Samples entnommen und in entsprechende digitale Werte umgesetzt. Dabei muss die Häufigkeit (Frequenz) der Abtastung mindestens doppelt so hoch sein wie die höchste zu erwartende Frequenz der Spannung. Da der Hörbereich bis etwa 20 000 Hz reicht, muss eine Tonfrequenzspannung wenigstens 40 000mal in der Sekunde abgetastet werden, um zu gewährleisten, dass der gesamte Hörbereich erfasst wird. In der Praxis nimmt man einen geringfügig höheren Wert. So gibt es für die Sample-Frequenz verschiedene Normen. Die gebräuchlichste ist eine Samplefrequenz von 44,1 kHz/sek, eine Tonspannung wird also 44 100mal in der Sekunde abgetastet. Die Samplefrequenz von 44,1 kHz/sek bei einer Datentiefe von 16 Bit wird beispielsweise in der CD-Produktion verwendet. In der Studiotechnik kommen auf der Aufnahmeseite auch wesentlich höhere Sample-Rates zur Anwendung, etwa 96 kHz/sek oder auch 192 kHz/sek; gängig ist eine Datentiefe von 24 Bit.<br />
Steht das Signal erst einmal als digitaler Datenstrom zur Verfügung, so kann er in vielfältiger Weise bearbeitet werden. Der bearbeitet ton wiederum kann unter Einsatz gängiger Massespeicher wie Festplatte oder CD-ROM gespeichert und nach Durchlaufen eines D/-Wandlers durch übliche Verstärker-Lautsprecher-Ketten wieder hörbar gemacht werden.<br />
Technisch gesehen kann ein Sampler ein Gerät sein, er kann mit einer Klaviatur versehen sein, er kann aber auch als Software in einem mit einer Soundkarte – die die A/- und D/A-Wandler enthält – versehenen Computer laufen.<br />
Von Samplern wird in der Musikproduktion und Musikaufführung mittlerweile ausgiebiger Gebrauch gemacht. Manche Musikstile wie HipHop und Techno beruhen zum großen Teil auf dem Einsatz von Samplern, Filmmusik ist ohne den Einsatz von Sample-Librarys – mit deren Hilfe selbst groß besetzte Orchester mit authentischen Klängen simuliert werden können, undenkbar. In Rock und Popmusik werden authentische Instrumentalklänge wie zum Beispiel das Klavier zumindest auf der Bühne beinahe ausschließlich unter Einsatz von Samples erzeugt.<br />
Die ersten Sampler kamen mit dem Synclavier und dem Fairlight-CMI-System in den 1980er-Jahren auf, es folgten die Emulator-Modelle von EMU; als Vorläufer können die Drum Computer gesehen werden, die authentische Schlagzeugklänge als Samples bereit hielten; mit diesen Geräten konnte der Musiker aber noch nicht selbst samplen. Einem breiteren Publikum wurde die Sample-Technik erst zugänglich, als die für Computer gedachten Soundkarten A/D- und D/A-Wandler enthielten. Mittlerweile stellen mehrere Firmen Sample-Geräte her. Software-Sampler sind etwa die Halion-Software der Firma Steinberg und die Gigastudio-Software der Firma Tascam.</p>
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		<title>Klarinette</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 09:58:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Klarinette, italienisch über lateinisch von clarus für »klar, hell«, Aerophon (Blasinstrument, Holzblasinstrument, Einfachrohrblatt-Instrument), aus früheren Einfachrohrblatt-Instrumenten wie dem Aulos über den Chalumeau entwickeltes Holzblasinstrument Die aus Holz wie Grenadill, in jüngerer Zeit auch aus Kunststoff gefertigte Klarinette, besteht aus mehreren Teilen, dem Mundstück, der Birne, dem Oberstück, dem Unterstück und dem Becher. Insgesamt ist das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Klarinette, italienisch über lateinisch von clarus für »klar, hell«, Aerophon (Blasinstrument, Holzblasinstrument, Einfachrohrblatt-Instrument), aus früheren Einfachrohrblatt-Instrumenten wie dem Aulos über den Chalumeau entwickeltes Holzblasinstrument</p>
<p>Die aus Holz wie Grenadill, in jüngerer Zeit auch aus Kunststoff gefertigte Klarinette, besteht aus mehreren Teilen, dem Mundstück, der Birne, dem Oberstück, dem Unterstück und dem Becher. Insgesamt ist das Instrument etwa 66 Zentimeter lang. Äußerlich stellt die Birne zwar eine Verdickung dar, und auch der Becher läuft hyperbolisch aus, doch ist das Rohr des Instrumentes zylindrisch gebohrt. Auf dem Mundstück aus Kautschuk, Holz oder auch Kunststoff ist das Rohrblatt, ein Einfachrohrblatt aus dem Schilf Arundo donaxoder aus Kunststoff, mit einer Zwinge befestigt; früher wurde für die Befestigung des Blattes eine Schnur verwendet. Bis ins 19. Jahrhundert hinein wurde das Mundstück mit nach oben gerichtetem Blatt gespielt (Übersichblasen), spätestens seit Ende des 19. Jahrhunderts wird das Blatt nach unten gerichtet (Untersichblasen). Die Birne kann für das Stimmen der Klarinette verwendet werden, in dem Birnen unterschiedlicher Länge eingesetzt werden. Zum Stimmen kann aber auch das Mundstück mehr oder weniger weit herausgezogen werden.<br />
Da die Klarinette eine durch das Mundstück einseitig geschlossene Röhre ist, klingt sie eine Oktave tiefer als es der Länge der Röhre entspricht. Das Instrument überbläst in die Duodezime, doch sprechen beim Überblasen nur die ungeradzahligen Obertöne an. Aufgrund dieser Eigenart klingt das Instrument in seinen verschiedenen Registern auch unterschiedlich: Im tiefen Register, dem so genannten Chalumeau-Register, klingt sie dunkel, im mittleren, dem Clarin-Register eher hell und strahlend, im hohen Flageolett-Register annähernd wie eine hohe Flöte, mitunter geradezu grell.<br />
Die Klarinette ist ein transponierendes Instrument, sieht man einmal von der Klarinette in C ab. Am häufigsten wird die Klarinette in B mit einem Tonumfang von d bis b3 und die Klarinette in A verwendet, während die Klarinette in C seltener eingesetzt wird. Neben der Klarinette in engerem Sinn gibt es auch höhere Klarinetten, so die D oder Es sowie tiefere, also die Altklarinette, die Bassklarinette und die Kontrabassklarinette. Von diesen Instrumenten fand nur die Bassklarinette einen Platz im Orchester. Auch das Bassetthorn ist eine Klarinette, findet aber wie die Altklarinette und die Kontrabassklarinette nur gelegentlich Verwendung.<br />
Die Klarinette entstand aus dem Chalumeau, als um 1700 der deutsche Instrumentenbauer Johann Christoph Denner (* 1655, † 1707) die Bohrung des Instrumentes erweiterte und ein Überblasloch anbrachte. Durch weitere Klappen konnte das neue Instrument weiter verbessert werden, doch ein in größerem Maße befriedigendes Instrument gelang erst 1809, als der in russischen Diensten stehende deutsche Klarinettist Iwan Müller seine Clarinette omnitonique vorstellte, die mit 13 Klappen versehen war. Müller hatte insgesamt das Klappensystem verbessert, in dem er die Löcher ein wenig in das Holz des Instrumentes versenkte und die Klappen mit Lederpolstern versah. Auf Müller geht auch die Verwendung der Blattschraube zurück.<br />
Obwohl Müllers neue Klarinette nicht nur auf Zustimmung stieß, wurde sein Instrument zum Vorbild für weitere Entwicklungen. 1839 übernahmen die Franzosen Hyacinthe Eléonore Klosé und Louis Auguste Buffet das Boehm-System von der Querflöte für die Klarinette. Diese Klarinette ist seitdem vorrangig in den romanischen Ländern, in Großbritannien und den USA in Gebrauch. Der deutsche Instrumentenbauer Thomas Mollenhauer konstruierte auf der Grundlage des deutschen und des französischen Systems die so genannte Deutsche Normal-Klarinette. Das heute vor allem in den deutschsprachigen Ländern verwendete Klappensystem geht auf den deutschen Klarinettisten und Instrumentenbauer Oskar Oehler (* 1858, † 1936) zurück.<br />
Die Klarinette konnte sich innerhalb weniger Jahrzehnte einen festen Platz im Orchester erobern, wenn sei zunächst auch in recht beschränkter Weise eingesetzt wurde: man bevorzugte das hohe Register und verwendete sie dem entsprechend nicht allzu häufig. So wurde sie bis Ende des 18. Jahrhunderts als zweites Instrument von den Oboisten gespielt. Aus der technischen Weiterentwicklung des Instrumentes ergab sich auch eine breitere Möglichkeit in der Anwendung, so dass die Klarinette nicht nur obligat im Orchester verwendet wurde, sondern sich auch eine Solo-Literatur entwickeln konnte. So erregte das Instrument noch ausgangs des 18. Jahrhunderts das Interesse von Komponisten wie Carl Stamitz und Wolfgang Amadeus Mozart. Da der Klang der Klarinette dem romantischen Ideal entsprach, wurde es Anfang des 19. Jahrhunderts neben dem Horn zum zentralen Blasinstrument. Von dieser vorrangigen Stellung zeugen eine Vielzahl von Werken, die für die Klarinette geschrieben wurden, unter anderem von Carl Maria von Weber, Louis Spohr und Johannes Brahms. Im 20. Jahrhundert komponierten etwa Darius Claude Debussy, Darius Milhaud und Aaron Copland, später Karlheinz Stockhausen, Helmut Lachenmann und Wolfgang Rihm für das Instrument.<br />
Von größter Bedeutung ist die Klarinette für die Volksmusik der Welt und den Jazz. Bereits im 19. Jahrhundert wurde sei zum wichtigsten Instrument in der Volksmusik des Balkans, ist zentrales Instrument in der Klezmer-Musik, gehört zur Besetzung jedes Militärmusikzuges und beinahe jeder Blaskapelle, die sich nicht ausdrücklich auf Blechblasinstrumente beschränkt. Der Jazz hat eine Reihe namhafter Solisten hervorgebracht, darunter Jonny Dodds, Sydney Bechet, Jimmy Giuffre, Benny Goodman, Woody Hermann, Eric Dolphy, Michel Pilz; erst nach 1950 wurde das Instrument langsam vom Saxophon, insbesondere dem Altsaxophon aus seiner Stellung verdrängt. Einzig und allein in der Rockmusik führt die Klarinette ein Schattendasein, tritt wohl in Stilzitaten immer wieder auf – so etwa bei den Beatles -, doch gibt es nur wenige Rockmusiker, die das Instrument überhaupt spielen, so etwa Walter Parazaider von der amerikanischen Rockgruppe Chicago oder Mick Karn von der englischen Rockband Japan. Einige Male hat auch Patty Smith zur Klarinette gegriffen.</p>
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		<title>Dobro</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 16:23:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dobro, Kunstwort aus Dopyera und englisch brothers für »Gebrüder«, Chordophon (Saiteninstrument, Zupfinstrument), Gitarre mit metallenen Resonatoren zur Klangverstärkung Die Geschichte des Instrumentes ist etwas verworren dun nicht im letzten Detail zu klären. Die Amerikaner John, Ed und Rudi Dopyera – Nachkommen tschechischer Einwanderer – hatten Mitte der 1920er-Jahre in eine normale akustische Gitarre einen kegelförmigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dobro</strong>, Kunstwort aus Dopyera und englisch brothers für »Gebrüder«, Chordophon (Saiteninstrument, Zupfinstrument), Gitarre mit metallenen Resonatoren zur Klangverstärkung</p>
<p>Die Geschichte des Instrumentes ist etwas verworren dun nicht im letzten Detail zu klären. Die Amerikaner John, Ed und Rudi Dopyera – Nachkommen tschechischer Einwanderer – hatten Mitte der 1920er-Jahre in eine normale akustische Gitarre einen kegelförmigen Resonator aus Aluminium eingebaut, der den schwachen Klang der Gitarre so weit verstärken sollte, dass er im Ensemblespiel hörbar wurde. Der Kegel von etwa 25 Zentimeter maximalen Durchmesser war anstelle eines Schallochs in den Korpus eingelassen, die Spitze saß auf dem Boden des Instrumentes, die Basis des Kegels strahlte nach vorn. In spätere Modelle bauten sie auch zwei weitere kleinere Resonatoren ein. Der Gitarrenhersteller National, bei dem die Brüder Dopyera arbeiteten, baute die Gitarre mit einem Resonator ab 1927 unter eigenem Namen in Serie, dann auch Gitarren, deren Korpus vollständig aus Metall bestand. Wenig später haben die Dopyera-Brüder unter dem Namen Dobro Manufacturing Company eine eigene Firma gegründet und stellten eine geringfügig geänderte Resonator-Gitarre her – dies, um möglichen Rechtsstreitigkeiten aus dem Wege zu gehen. Die Idee der Resonator-Gitarre wurde allerdings bald von anderen Firmen mehr oder weniger detailgetreu kopiert, so dass es eine Vielzahl von Firmen gibt, die Resonator-Gitarren herstellten und herstellen. Der Name Dobro ist aber so eng mit den auffälligen Resonatoren verwoben, dass er auf das Instrument selbst überging und Musiker alle Resonator-Gitarren als Dobro bezeichnen. Der geschützte Name gehört heute der Gitarrenfirma Gibson.<br />
Der Klang der Gitarre ist in der Tat lauter als der einer herkömmlichen Gitarre. Die Verwendung von reichlich Metall führt allerdings auch dazu, dass die Gitarre ein wenig blechern und scheppernd klingt. Die Dobro wird häufig mit Blues und bestimmten Ausprägungen amerikanischer Folk Music wie etwa dem Bluegrass in Verbindung gebracht, doch ist dies ein Klischee; häufig allerdings benutzen Blues-Gitarristen das Instrument als Slide Guitar. Auf der LP »Brothers in Arms« (1985) der britischen Rockband Dire Straits ist eine Dobro abgebildet.</p>
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		<title>Rickenbacker</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 09:32:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Rickenbacker, amerikanischer Hersteller von elektrischen Gitarren und elektrischen Bässen, 1931 von dem Amerikaner schweizerischer Herkunft Adolph Rickenbacher (* 1886, † 1976) und den Amerikanern George Beauchamp und Paul Barth zunächst unter dem Namen Ro-Pat-In Santa Ana in Kalifornien gegründet; der Name wurde bald in Electro String Instrument Corporation geändert. Rickenbacher selbst änderte später seinen Namen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Rickenbacker</strong>, amerikanischer Hersteller von elektrischen Gitarren und elektrischen Bässen, 1931 von dem Amerikaner schweizerischer Herkunft Adolph Rickenbacher (* 1886, † 1976) und den Amerikanern George Beauchamp und Paul Barth zunächst unter dem Namen Ro-Pat-In Santa Ana in Kalifornien gegründet; der Name wurde bald in Electro String Instrument Corporation geändert. Rickenbacher selbst änderte später seinen Namen in Rickenbacker und benannte auch die Firma in Rickenbacker International Corporation um. Die Instrumente werden nach wie vor ausschließlich in Santa Ana gebaut.</p>
<p>Der Gitarrist George Beauchamp hatte, unzufrieden mit der maximal erreichbaren Lautstärke insbesondere der von ihm benutzten Hawaiigitarren, eine Hawaii-Gitarre entworfen, deren Ton mittels eines elektrischen Tonabnehmers verstärkt werden konnte. Rickenbacher modifiziert diesen Entwurf und baute das Instrument. Wegen ihrer charakteristischen Form ging die Gitarre als »Frying Pan« in die Geschichte der Musikinstrumente ein: Der Prototyp des Instruments – gebaut von Beauchamp, Paul Barth und Harry Watson – bestand aus Holz und hatte einen kreisrunden Korpus, aus dem ein langer, ebenfalls aus Holz gefertigter Hals herausragte. Die Gitarre hatte einen relativ grobschlächtigen Tonabnehmer mit einem hufeisenförmigen Magneten, der über die Saiten griff.<br />
Rickenbacker fertigte die Gitarre in Serie, wählte als Material aber Aluminium. Zwar verkaufte die Firma nur wenige dieser als Steel Guitar gedachten Instrument, dennoch blieb das Instrument bis weit in die 1950er-Jahre lieferbar. Den Tonabnehmer baute Rickenbacker bald in eine normale akustische Gitarre ein, die Vibrola Spanish, dann in das Electro Model B, eine der ersten Solid-Body-Gitarren.<br />
Gleichwohl bleiben die Gitarren Rickenbackers einem größeren Kreis von Musikern unbekannt. In den 1950er-Jahren entstanden die typischen Gitarren dun Bässe der Der Firma, so 1957 die erste elektrische Bassgitarre der 4000er-Serie, 1958 die unter dem Namen »Capri« verkauften Gitarren. Besonderheit der Instrument Rickenbackers war ihre Konstruktion: Der durchgehende Hals war gleichzeitig Teil des Korpus; an den Hals wurden lediglich die Teile des Korpus angeleimt. Diese Konstruktion und die von Rickenbacker selbst hergestellten Tonabnehmer waren verantwortlich für den hellen, flirrenden, aber auch etwas dünn wirkenden Klang der Bässe und Gitarren.<br />
Erst in den 1960er-Jahren entdeckten einige Rockmusiker die auffälligen Instrumente, so John Lennon und George Harrison; auch Paul McCartney griff seit Mitte der 1960er-Jahre immer wieder zu dem 4001-Bass. Während die Gitarren von Rockmusikern bevorzugt wurden, die dem Folk nah standen – so etwa den Byrds -, so wurde der Bass in den 1970er-Jahren geradezu zu einem Sinnbild des Progressive Rock und hat in dieser Stilrichtung bis heute nichts von seiner Anziehungskraft verloren. Die Besonderheit an diesem Bass ist neben seinem Aussehen und seinem Klang die Möglichkeit, die Signale der zwei Tonabnehmer getrennt aus dem Bass zu führen, der so genannte Stereo-Ausgang. Mit diesem Ausgang ergibt sich die Möglichkeit des Bi-Amping, die Ausgangsspannung jedes Tonabnehmers von unterschiedlichen Verstärkern verstärken zu lassen.<br />
Instrumente der Firma Rickenbacker wurden bzw. werden unter anderem von Paul McCartney, Chis Squire (Yes), Roger McGuinn (The Byrds), Pete Townshend (The Who), Tom Petty, Paul Weller (The Jam), Peter Buck (R.E.M.), Susanna Hoffs (The Bangles), Mike Rutherford (Genesis), Lemmy Kilmister (Motörhead) und Hellmut Hattler (Kraan) gespielt.</p>
<p><BR></BR></p>
<p><strong>Literatur</strong></p>
<p>Bacon, Tony: The Ultimate Guitar Book; New York 1991<br />
Bacon, Tony: The Rickenbacker Book – A Complete History of Rickenbacker Electric Guitars; San Francisco 1994<br />
Babiuk, Andy: Der Beatles Sound – Die Fab Four und ihre Instrumente – Auf der Bühne und im Studio; Bergkirchen 2001</p>
<p><BR></BR></p>
<p><strong>Diskografie</strong></p>
<p>The Beatles: A Hard Day’s Night (1964)<br />
The Byrds (Mr. Tambourien Man (1965)<br />
The Beatles: Magical Mystery Torus (1967)<br />
Yes: Close to The Edge (1972)</p>
<p><BR></BR></p>
<p><strong>Weblink</strong></p>
<p><a href="http://www.rickenbacker.com/" target="_blank">http://www.rickenbacker.com/</a> (Offizielle Website des amerikanischen Gitarrenherstellers Rickenbacker)</p>
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		<title>Pedal</title>
		<link>http://www.roxikon.de/begriffe/pedal/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 15:40:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Begriffe]]></category>

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		<description><![CDATA[Pedal, von lateinisch Pes für »Fuß«, mit den Füßen zu betätigende Vorrichtungen an vielen Instrumenten wie etwa Orgel, Klavier, Pedal Steel Guitar, Schlagzeug, Pauke und Harfe; Pedale haben unterschiedliche Aufgaben. An der Pfeifenorgel etwa – aber auch an Hammond-Orgel sowie an Pedalcembalo und-Flügel – ist die kurz Pedal genannte Klaviatur unterhalb des Instrumentes angeordnet, so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Pedal</strong>, von lateinisch Pes für »Fuß«, mit den Füßen zu betätigende Vorrichtungen an vielen Instrumenten wie etwa Orgel, Klavier, Pedal Steel Guitar, Schlagzeug, Pauke und Harfe; Pedale haben unterschiedliche Aufgaben.</p>
<p>An der Pfeifenorgel etwa – aber auch an Hammond-Orgel sowie an Pedalcembalo und-Flügel – ist die kurz Pedal genannte Klaviatur unterhalb des Instrumentes angeordnet, so dass der Spieler des Instrumentes es gleichzeitig mit den Manualen betätigen kann. Aufgrund der notwendigen Größe ist der Tonumfang des Pedals geringer als der eines Manuals. Da das Pedal in der Regel aber vor allem für das Spiel der Bassstimme gedacht ist, fällt dieser Nachteil nicht ins Gewicht. Für das Spiel des Pedals gibt es zwei generelle Techniken: Entweder setzt der Organist Fußspitze und Ferse im Wechsel ein, oder aber er nutzt nur die Fußspitzen.<br />
Pedale an der Harfe dienen der Umstimmung der Saiten: Um jeden Ton spielen zu können, können die Saiten durch eine sinnreiche Mechanik halbtonweise umgestimmt werden. Dazu sind am Fuß der Harfe sieben Pedale im so genannten Untersatz oder Pedalkasten untergebracht; jedes der Pedale kann in zwei Stellungen eingerastet werden. Die Pedalkraft wird über Abstrakten zu den Drehscheiben der Saitenumstimmung übertragen.<br />
Eine ähnliche Aufgabe haben die Pedale an der Pedal Steel Guitar, die dazu dienen, den gesamten Saitenbezug der ein oder zwei Griffbretter des Instrumentes umzustimmen, um so in jeder Tonart spielen zu können.<br />
Auch mit dem Pedal der Pedal- oder Maschinenpauke wird das Instrument umgestimmt: Durch Betätigen wird das Fell ge- oder entspannt und damit dessen Tonhöhe erhöht oder erniedrigt. Die Pedale am Drum Set, wie es in Jazz und Rock üblich ist, haben dagegen andere Aufgaben: Sie ermöglichen es erst, dass der Schlagzeuger mehrere Schlaginstrumente parallel und gleichzeitig betätigen kann. So ist die Hi-Hat mit einem Pedal ausgerüstet und für das Spiel der Bass Drum gibt es zwei Arten von Pedalen: Einfache Pedale mit nur einem Schlägel und Doppelpedale, so genannte Double Bass Pedals, die zwei voneinander unabhängige Trittplatten haben, die auf je einen Schlägel wirken. Es gibt auch geteilte Pedale, bei denen der Tritt mit der Ferse ebenso einen Schlag auslöst wie der übliche Tritt mit der Fußspitze. Die Spieltechnik der Schlagzeugpedale ähnelt der der Orgel-Spieltechnik, denn auch hier werden Fußspitze und Ferse eingesetzt.<br />
Schließlich gibt es elektronische Geräte, die ebenfalls mit dem Fuß in Betrieb gesetzt werden, etwa das Lautstärkepedal an elektronischen Orgeln oder aber das Wah-Wah-Effektgerät, das mit dem Fuß betätigt wird.</p>
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		<title>Exciter</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 08:17:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Stichwort Aural Exciter Exciter, siehe Aural Exciter]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Stichwort <a href="http://www.roxikon.de/equipment/exciter/">Aural Exciter</a></h3>
<p><BR></BR></p>
<p><strong>Exciter</strong>, siehe Aural Exciter</p>
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		<title>Autoharp</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Jul 2010 15:39:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Autoharp, Chordophon (Saiteninstrument, Zupfinstrument), eine besonders in der Volksmusik der USA gebräuchliche, mit einer Tastatur versehene Zither, entgegen der Bezeichnung handelt es sich bei der Autoharp nicht um eine Harfe. Das Instrument besteht aus einem Resonanzkasten in etwa halb-trapezartiger Form, über den 36 , 37 seltener auch 48 Saiten gespannt sind; der Tonumfang beträgt in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Autoharp</strong>, Chordophon (Saiteninstrument, Zupfinstrument), eine besonders in der Volksmusik der USA gebräuchliche, mit einer Tastatur versehene Zither, entgegen der Bezeichnung handelt es sich bei der Autoharp nicht um eine Harfe.</p>
<p>Das Instrument besteht aus einem Resonanzkasten in etwa halb-trapezartiger Form, über den 36 , 37 seltener auch 48 Saiten gespannt sind; der Tonumfang beträgt in der Regel also drei Oktaven, wenn es sich um ein chromatisches Instrument handelt, bei diatonischen ist der Umfang entsprechend größer. Auf der rechten Seite ist quer über den Saitenbezug eine Tastatur befestigt. Mit den Tasten dieser Tastatur können Filzpolster auf die Saiten gedrückt werden, die dann bei Anschlag der Saiten auf der linken Saite des Instrumentes so abdämpfen, das die frei schwingenden Saiten einen Akkord ergeben. Die Saiten sind auf der linken Seite des Kastens eingehängt und werden auf der linken Seite von Stimmwirbeln gespannt. Der Klang der relativ dünnen Stahl- oder Messingsaiten ist hell, obertonreich und erinnert an den eines Dulcimers. Mit den 15 bis 21 Tasten können Dur-, Moll- und Dominantseptakkorde gespielt werden, also die Akkorde C-, D- G-, F-, B-, Es- und As-Dur, c, g-, d-, a- und e-Moll und die Septakkorde F, C, G, D, A, E, A und B<br />
Zum Spiel umarmt der Instrumentalist die Autoharp geradezu und umfängt sie mit beiden Armen; dabei weisen die Saiten nach vorn. Mit der linken Hand werden die Tasten gedrückt, mit der rechten die Saiten angeschlagen. Die Saiten können mit den Fingern, mit einem Plectrum (Flat Pick) für Gitarren oder aber auch mit Fingerpicks in Schwingung versetzt werden. Manche Autoharp-Spieler legen das Instrument auch auf den Schoß oder auf einen Tisch.<br />
Versierte Autoharp-Spieler können Melodie und Begleitung gleichzeitig spielen, doch wird das Instrument in der Regel zur akkordischen Begleitung zum Gesang verwendet. Die Autoharp gilt zwar als leicht zu erlernendes Instrument, doch ist virtuoses Spiel keineswegs leicht zu erreichen. Bekannte Spieler der Autoharp waren oder sind June Carter Cash und Bryan Bowers.<br />
Ein wenig im Dunkeln liegt die Herkunft der Autoharp. Sie entstand Ende des 19. Jahrhunderts in den USA: 1882 erhielt der aus Deutschland eingewanderte Instrumentenbauer Charles F. Zimmermann auf ein sehr ähnliches Instrument ein Patent. Der Instrumentenbauer Karl August Gütter baute in Markneukirchen eine Zither, die die meisten Elemente der heute gebräuchlichen Autoharp enthielt und meldete seinerseits dieses Instrument in Großbritannien zum Patent an. Zimmermann bekam Kenntnis von Gütters Instrument, das dieser Volkszither genannt hatte und baute nunmehr dieses Instrument in den USA nach.</p>
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		<title>Gitarre</title>
		<link>http://www.roxikon.de/instrumente/gitarre/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Jul 2010 08:55:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Instrumente]]></category>

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		<description><![CDATA[Stichworte Akustische Gitarre &#124; Elektrische Gitarre Gitarre, früher auch Guitarre, von spanisch guitarra für Gitarre, entstanden aus arabisch qitara, dieses wiederum aus altgriechisch kithára, Chordophon (Saiteninstrument, Zupfinstrument); von den vielen Erscheinungsformen des Instrumentes müssen die »klassische« Gitarre, auch als Konzertgitarre, Spanische Gitarre oder »akustische« Gitarre, mit eigenem Resonanzkörper von der elektrischen Gitarre ohne Resonanzkörper unterschieden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Stichworte <a href="http://www.roxikon.de/instrumente/akustische-gitarre/">Akustische Gitarre</a> | <a href="http://www.roxikon.de/instrumente/elektrische-gitarre/">Elektrische Gitarre</a></h3>
<p><BR></BR></p>
<p><strong>Gitarre</strong>, früher auch Guitarre, von spanisch guitarra für Gitarre, entstanden aus arabisch qitara, dieses wiederum aus altgriechisch kithára, Chordophon (Saiteninstrument, Zupfinstrument); von den vielen Erscheinungsformen des Instrumentes müssen die »klassische« Gitarre, auch als Konzertgitarre, Spanische Gitarre oder »akustische« Gitarre, mit eigenem Resonanzkörper von der elektrischen Gitarre ohne Resonanzkörper unterschieden werden. Die Gitarre in all ihren Erscheinungsformen kann als das »erfolgreichste« Instrument des 20. Jahrhunderts bezeichnet werden und ist in jeder Art Musik – Volksmusik, Jazz, Rock, Pop und Kunstmusik – vertreten.</p>
<p>Die klassische Gitarre wird aus Holz gebaut, wobei verschieden Harthölzer wie Palisander, Rosenholz und Ahorn zum Einsatz kommen, für die Decke wird meist Fichte oder Tanne benutzt. Der Resonanzkörper ist annähernd achtförmig ausgestaltet, bei der gängigsten Größe etwa 50 Zentimeter lang, die geraden Zargen sind zwischen zehn und 12 Zentimeter hoch und direkt unterhalb des auf den Korpus ragenden Griffbrettes ist ein größeres Schalloch geschnitten, das mit einer Rosette verschlossen sein kann, wenn auch in jüngerer Zeit auf diese Rosette verzichtet wird. Der aus Hartholz gefertigte Hals wird an diesen Korpus angeleimt. Auf den Hals ist das mit Metallbünden versehene und relativ breite Griffbrett geleimt, das Ende des Halses wird von einer leicht nach hinten abgeknickten Wirbelplatte gebildet. Hatte die Gitarre früher hinterständige Wirbel, so werden heute fast ausschließlich Schraubenmechaniken verwendet. In aller Regel sind je drei Wirbel rechts und links an der Wirbelplatte befestigt. Die klassische Gitarre hat sechs Saiten aus Nylon beziehungsweise mit Metall umsponnenem Nylon, Die Saiten werden in einem auf die Decke aufgeleimten Querriegel befestigt; in den Querriegel eingelassen ist ein schmaler Steg. Die schwingende Länge der Saiten zwischen Steg und Sattel am Ende des Halses beträgt etwa 65 Zentimeter. Die Saiten der Gitarre werden auf die Töne E-A-d-g-h-e1 gestimmt, die Notierung erfolgt aber eine Oktave höher. Der Saitenzug wird nicht von der Decke alleingetragen, sondern auch von einer auf die Rückseite der Decke geleimten Balkenkonstruktion. Diese besteht aus dünnen Hartholzleisten, die entweder quer zur Maserung oder strahlenförmig befestigt sind.<br />
Neben der bekannten Gitarre »normaler« Größe gibt es auch die Terzgitarre (Stimmung G-c-f-b-d1-g1), die Quartgitarre (A-d-g-c1-e1-a1), die Quintgitarre (H-e-a-d1-fis1 h1), die Oktavgitarre (e-a-d1-g1-h1-e2) und die Quintbassgitarre (1A-D-G-c-e-a).<br />
Es gibt diverse Formen der Gitarre, die auf ihren jeweiligen Verwendungszweck hin konstruiert sind. Dazu zählt die einfache Wandergitarre, die in jeder Hinsicht unter Verwendung billigerer Materialien gebaut wird, insgesamt aber noch am wenigsten von der klassischen Gitarre abweicht. Die in den USA entstandene Westergitarre dagegen ist in jeder Dimension größer als die klassische Gitarre, wird meist mit Stahlsaiten bezogen und kann daher auch einen lauteren Ton erzeugen. Diese oft aus Zeder (Decke) und Mahagoni gebauten Gitarren sind manchmal farbig gebeizt und werden mitunter auch mit einem Cutaway versehen. Bei der Schlaggitarre ist die gewölbte Decke beinahe obligatorisch, da die Wölbung das mit einem Plektrum ausgeführte akkordische Spiel erleichtert; zum Schutz der Decke ist auf der Decke auch ein Schlagbrett befestigt, das dazu dient, die Decke vor den Schlägen des Gitarristen zu schützen. Die Zargenhöher kann bei diesen Gitarren allerdings geringfügig kleiner ausfallen als bei anderen Gitarren.<br />
Sonderformen der Gitarre sind etwa die teilweise oder gänzlich aus Metall (Aluminium) gefertigte Dobro und die Hawai-Gitarre. Wenn auch die Entwicklung der klassischen Gitarre als beendet angesehen werden kann, so gibt es dennoch immer wieder Experimente, die das Instrument besonderen Einsatzzwecken anzupassen versuchen. So wurden in jüngerer Zeit akustische Gitarren auch mit Tonabnehmern versehen – meist in den Steg eingelassene Piezo-Tonabnehmer -, die es ermöglichen, den spezifischen Klang der Gitarre trotz elektronischer Verstärkung zu erhalten. Vorläufiger Schlusspunkt dieser Entwicklung sind Gitarren ohne Resonanzkörper, die auf Verstärkung zwingend angewiesen sind. Tonabnehmer sind auch obligater Bestandteil der Gitarren der amerikanischen Firma Ovation, deren Korpus aus einem bauchigen Kunststoffteil besteht; die Decke dieser Instrumente wiederum wird ganz klassisch aus Holz gefertigt.<br />
Die klassische Gitarre hat eine lange Entwicklungsgeschichte hinter sich. Die Vermutung, dass diese beriet sind er vorchristlichen Antike begann, liegt zwar nahe, doch finden sich dafür keine Belege. Die ersten Nachweise stammen aus der Zeit nach 1100 n. Chr., als das Wort »giere« in der zeitgenössischen Literatur auftrat und Instrumente mit ovalem oder sogar schon achtförmigem Korpus abgebildet wurden. Juan d Ruiz nennt in seinem Buch »Libro del buen amor« von 1330 Instrumente mit den Namen guitarra latina und guitarra morisca, also ein europäisches und ein maurisches Instrument. Diese Gitarren hatten drei beziehungsweise vier Saiten. In der Literatur der folgenden Jahrhunderte traten in der Literatur immer wieder Bezeichnungen wie guinterng, guitarra und ghiterne auf. Ab dem 15. Jahrhundert wurden für diese Instrumente bautechnische Elemente von Laute und den Streichinstrumenten übernommen, die Saitenzahl von vier auf zunächst fünf gesteigert. Seit Mitte des 15. Jahrhunderts war das Instrument so weit entwickelt, dass die ersten Sammlungen von Kompositionen in Tabulaturen verfügbar waren. Bis Ende des Jahrhunderts hatte sich auch die bis heute gültige Stimmung von A-d-g-h-e1, noch ohne tiefe E-Saiten, etabliert. Das Instrument wurde nun auch nicht mehr ausschließlich einstimmig (punteado) gespielt, sondern auch akkordisch, in dem die Saiten überstriche wurden (rasgueado). Die Gitarre wurde nach 1600 so beliebt in Europa, dass Instrumente wie die Vihuela – eine Schwesterform der Gitarre -, Laute, Cister und die englische Gittern ins Hintertreffen gerieten. Seit dem 17. Jahrhundert widmeten sich zahlreiche Komponisten dem Instrument, so dass sich Repertoire rasch vergrößerte, und die Gitarre das Modeinstrument des ausgehenden Jahrhunderts werden konnte, wenn auch nicht in ganz Europa. Als das Instrument aber zu Beginn des 19. Jahrhunderts mit einer weiteren Saite ausgerüstet wurde, und wenige Jahrzehnte der spanische Gitarrenbauer Antonio de Torres Jurado (* 1817, † 1892) dem Instrument die endgültige Gestalt gab, fanden sich auch Musiker, die aus der Gitarre das Instrument für Virtuosen machten: Simon Molitor, Wenzeslaus Matêjka, Mauro Giuliani, Luigi Legnani, Fernando Sor und Dionisio Aguado. Den Grundstein für die Moderne legte Francisoc Tárrega, auf dessen Technik die Virtuosen der Neuzeit, so etwa Andres Segovia, Narciso Yepes, Ida Presti, Julian Bream, Siegfried Behrend und John Williams aufbauten.<br />
Die Gitarre gehört zu den Instrumenten, deren Spiel sich in seinen Grundzügen leicht lernen lässt, der Anfänger hat schnell Erfolg und kann einfache Lieder begleiten. Virtuoses Spiel aber, das es ermöglicht, die Möglichkeiten dieses so einfach gebaut erscheinenden Instrumentes aber in Gänze nutzen zu können, erfordert langes Lernen. Dennoch hat die Gitarre ihre Anziehungskraft im 20. Jahrhundert nicht etwa verloren, sondern noch steigern können, nicht zuletzt durch Folk, Country und Rock, deren instrumentales Rückgrat die Gitarre in all ihren Formen bildet.</p>
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