Fairlight CMI

Fairlight CMI, Computer-Musiksystem (Elektrophon), 1979 von der in Sydney ansässigen und von Peter Vogel und Kim Ryrie gegründeten Firma Computer Musical Instruments vorgestellt; das Instrument gilt als der erste Sampler.

Kernstück des Fairlight CMI ist eine Sampling-Einheit, die es ermöglicht, beliebige natürliche und künstliche Klänge zu digitalisieren, weiter zu verarbeiten und wieder in analoge Signale rückzuwandeln. Auf einem Bildschirm können Wellenformen angezeigt und mit Hilfe eines Lichtgriffels verändert oder gänzlich neu gestaltet werden. In späteren Modellen wurde der Lichtgriffel durch ein Grafiktablett ersetzt. Spannungsgesteuerte Filter und Verstärker dienen der Bearbeitung von in analoger Form vorliegender Klangquellen. Die längste Sample-Zeit des Fairlight CMI betrug bei vollem Speicherausbau etwa zwei Minuten, während auf einer Festplatte bis zu zwölf Minuten lange Aufnahmen festgehalten werden konnten. Wenn auch die technische Entwicklung längst über die Möglichkeiten des Fairligth CMI hinweggegangen ist und der einst avantgardistische Musik-Computer von durchschnittlichen Konsumer-PCs überboten wird, so hatte er doch eine bedeutsame Stellung in der Rockmusik der 1980er-Jahre. Sein durchaus wiedererkennbarer Klang kann etwa auf Aufnahmen von Peter Gabriel und Jean Michel Jarre gehört werden. Eine Virtuosin im Umgang mit dem Fairlight ist die britische Sängerin und Musikerin Kate Bush. In direkter Konkurrenz zum Fairligth CMI stand das Synclavier, das etwa Frank Zappa benutzte.



Diskografie

Kate Bush: The Dreaming (1982)



Weblink

http://www.fairlightau.com (Offizielle Website zu Fairligt-Musiksystemen)

Comments are closed.